Startseite
English Version
Reisefilme
    Der lange Weg nach Coober Pedy
    Mit der Gitarre durch Australien
Reiseberichte
Australien
South Australia
Links
Haftungsausschluss
Impressum / Kontakt
Sitemap

Der lange Weg nach Coober Pedy

Sie sind hier: > Reisefilme > Der lange Weg nach Coober Pedy



Video: Der lange Weg nach Coober Pedy


Der Film

Mit dem Mountainbike durch Südaustralien. Man muss schon ein wenig verrückt sein, will man das australische Outback per Zweirad bereisen. Oder man ist krank, infiziert mit dem Down Under Virus. Dagegen helfen 2800 Kilometer radeln durch grandiose Landschaften des fünften Kontinents. Da schreckt weder Hitze, noch ständiger Gegenwind, oder eine Wasserversorgung aus Viehtränken. Besonders beeindruckend ist die Vielseitigkeit von Südaustralien. Großstadt mit Shoppingmeile, grüne Hügel und Weinanbaugebiete, Nostalgiezüge, urzeitliche Gebirgsketten, trockene lebensfeindliche Halbwüsten, da ist für jeden Geschmack etwas dabei.


Auf dem Oodnadatta Track Wassernachschub aus der Viehtränke

Los gehts in Adelaide....

Startpunkt ist die Metropole Adelaide am Golf von St. Vincent. Die Stadt wird auch gerne „Festival City“ genannt. Eine Shopping-Meile, gepflegte Parks, sowie schöne Strände machen dem Besucher den Aufenthalt angenehm. Dann geht es nach Hahndorf wo der deutsche Einfluss überall sichtbar ist. 1839 kamen aufgrund religiöser Verfolgung in Europa die ersten Lutheraner nach Südaustralien. Zu Ehren ihres damaligen Schiffskapitän, Dirk Hahn, benannten sie ihr neues Zuhause „Hahndorf“.

Weiter durch die Weinanbaugebiete des Barossa Valley, dann ein kurzer Stopp in Kapunda, der ältesten Kupferminenstadt Australiens. Auch im Clare Valley dreht sich alles um das Thema Wein. Der Riesling Trail führt als Fahrradweg an den Rebstöcken vorbei, macht man ein paar Abstecher kann man bis zu 30 Weingüter besuchen. Eine davon ist Sevenhill, dort schaue ich mich ein wenig um.


Durch die Flinders Ranges

Von nun an bin ich nicht mehr alleine auf Reisen. Ab Clare ist Katja aus Deutschland mit mir auf Tour, wir haben uns zufällig auf einem Campingplatz kennen gelernt.
Weíter nach Quorn, ein Ort in den südlichen Flinders Ranges. Quorn ist bekannt für die Pichi Richi Eisenbahn. Es sind Nostalgiezüge die den noch intakten südlichen Teil der alten Ghan Bahnlinie befahren. Auch die Umgebung von Quorn gefällt uns, wir sind auf einem Teil des Mawson Trails unterwegs und machen einen Ausflug zur Warren Gorge.

Kurzer Halt am Kanyaka Wasserloch, dann über Hawker in Richtung Wilpena, in das Zentrum der Flinders Ranges. Ein Rundflug über die Flinders Ranges lassen Wilpena Pound erkennen, ein riesiger Gebirgskessel von etwa 100 Quadratkilometer.

Die Brachina Gorge ist eine Schlucht die den Besucher durch 130 Millionen Jahre Erdgeschichte führt. Schräg geschichtete Gesteinsformationen sind begehrte Fotomotive. Hier treffen wir auch das Gelbfussfelskänguruh.


Wilpena Pound - Flinders Ranges

Auf dem Oodnadatta Track

Nach Parachilna, Leigh Creek und Lyndhurst erreichen wir Marree, ein Ort am Rande der riesigen Wüstengebiete von Zentralaustralien. Marree hieß 1879 noch Hergott Springs und war ein Camp für Arbeiter der Overland Telegrafen Leitung, die Adelaide mit Darwin und dem Rest der Welt verband. 1884 erreichte die Eisenbahn das Wüstennest. Von hier versorgten Afghanische Treiber mit ihren Kamelen die entlegenen Farmen im Umland. In Gegenzug brachte sie z.B. Wolle nach Marree zum Weitertransport per Bahn nach Adelaide.

Den Zug nannten man zuerst den Afghan Express, heute ist er in der ganzen Welt als „The Ghan“ bekannt. Die Eisenbahn verkehrt heute auf einer neuen Strecke weiter westlich von hier. Die alte Ghan Linie wurde 1980 stillgelegt. Die Bahngleise wurden abgebaut doch viele Überbleibsel sind noch entlang der Strecke zu sehen. Marree ist solch ein Open Air Museum.
Nun folgt die Radtour dem Oodnadatta Track ins Wüstengebiet. Uns gefallen die Relikte der alten Bahnlinie, bestaunen artesische Quellen und sind zu Besuch beim Bronco Branding, eine Art Rodeo Spektakel, in William Creek.


Relikt der alten Ghan Bahnlinie - Marree Camp im Outback Oodnadatta Track

Coober Pedy

Über Oodnadatta und Marla erreichen wir endlich Coober Pedy, die Welthauptstadt der Opale. Tatsächlich werden hier rund 90 Prozent aller auf dem Globus geförderten Opale gefunden. Coober Pedy lebt gleichermaßen von der Minenindustrie sowie vom Tourismus. Die Beste Reisezeit ist zwischen April und Oktober, da liegen die Tagestemperaturen zwischen 16 und 20 Grad mit kalten Wüstennächten. In der übrigen Jahreszeit kann es bis zu 45 Grad heiß werden. Regen fällt selten, im Durchschnitt sind es 175 Millimeter im Jahr. Hier scheint sich fast alles im Untergrund abzuspielen. Die meisten Bewohner Coober Pedy’s leben unter der Erde, in so genannten Dugouts. Wir haben so eine Wohnung besichtigt und waren begeistert.

Überall in der Stadt werben die Opalgeschäfte um Käufer. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle. Wir möchten mal sehen wie es in einer richtigen Opalmine aussieht. Bei Tom’s Working Mine hat jeder Gelegenheit dazu. Sie liegt direkt am Stuart Highway. Die Mine ist wirklich in Betrieb und führt regelmäßig Touren durch. Wir haben werfen ein Blick in ein Bohrloch von denen es rund um Coober Pedy geschätzte 2 Millionen gibt. Die meisten sind ungesichert und stellen eine große Gefahr dar, deshalb stehen rund um Coober Pedy auch viele Warnschilder. 1915 fand ein Teenager den ersten großen Opal in dem Gebiet um Coober Pedy. Das lockte Glücksritter aus der ganzen Welt an. Heute leben in Coober Pedy Leute aus 45 verschiedenen Nationen zusammen.


Warnschild - Coober Pedy Opalmine - Coober Pedy


Der Film hat eine Gesamtlänge von 70 Minuten. „Der lange Weg nach Coober Pedy“ ist als Reisefilm mit einer Anbieterselbstkennzeichnung versehen. Die Kennzeichnung lautet: INFO-Programm nach §14 Jugendschutz Gesetz.


Bis Februar 2010 habe ich meine Reisefilme öffentlich in Kulturzentren und Bürgerhäusern in der Wintersaison präsentiert. Dieses Angebot biete ich nicht mehr an da Aufwand und Ertrag in keiner Relation stehen.


Statistik der Radtour

Gesamthöhenmeter: 13267 Gesamtfahrstrecke: 2833 Kilometer
Niedrigste Tagesfahrleistung: 22 Kilometer, gefahren kurz hinter William Creek Richtung Oodnadatta Höchste Tagesfahrleistung: 184 Kilometer, gefahren auf dem Stuart Highway von Woomera nach Port Augusta.
Durchschnittliche Fahrleistung aller Tage: 80 Kilometer Niedrigste Durchschnittsgeschwindigkeit: 9,2 Kilometer pro Stunde, gefahren kurz hinter William Creek Richtung Oodnadatta
Höchste Durchschnittsgeschwindigkeit: 20,4 Kilometer pro Stunde, gefahren von Melrose nach Quorn Durchschnittsgeschwindigkeit aller Tage: 14,2 Kilometer pro Stunde
Die meisten Höhenmeter pro Tag: 809 HM auf 37,8 Kilometer, gefahren von Adelaide nach Hahndorf Maximale Steigung: 16 Prozent, gefahren von Adelaide nach Hahndorf

Links entlang der Reiseroute

Adelaide (Stadtverwaltung) www.adelaidecitycouncil.com.au
Adelaide Hills www.adhills.com.au
Barossa Valley www.barossa.com
Cadney Homestead www.cadneyhomestead.com.au
Coober Pedy www.opalcapitaloftheworld.com.au
Coober Pedy (Distriktverwaltung) www.cooberpedy.sa.gov.au
Flinders Ranges www.flindersranges.com
Glenelg (Populärer Badestrand in Adelaide) www.glenelgsa.com.au
Kapunda www.kapundatourism.com.au
National Parks in Südaustralien www.environment.sa.gov.au/parks/
Old Timers Mine (in Coober Pedy) www.oldtimersmine.com
Quorn Caravan Park www.quorncaravanpark.com.au
Pichi Richi Railway, Quorn www.prr.org.au/cms/index.php
Pink Roadhouse www.pinkroadhouse.com.au
Prairie Hotel Parachilna www.prairiehotel.com.au
Rawnsley Park Station www.rawnsleypark.com.au
Sevenhill Weinkellerei www.sevenhillcellars.com.au
Stuart Highway www.explorersway.com
Südaustralien (offizielle Homepage) www.southaustralia.com/de/
Trails in Südaustralien www.southaustraliantrails.com
William Creek Hotel www.williamcreekhotel.net.au
Wilpena Pound www.wilpenapound.com.au

Mehr über Australien....

Reisebericht: Kangaroo Island - Unterschätztes Paradies

Reisebericht: In der Pilbara - Straßenbauer im Outback

Reisebericht: Tasmanien - Der Marsch der Pinguine

Australien- Ein Kontinent der Kontraste

Entfernungen in Australien

Klima / Wetter in Down Under

Einreisebestimmungen, Visa, Botschaften

Zeitzonen und Zeitdifferenz zu Europa

South Australia





Letztes Update von "Walter-in-Australien.de":
Freiag den 5. Januar 2012
15.25 Uhr ACST (Australian Central Standard Time)


© 2009 - 2012 Walter Leven